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World 2.0 - oder was passiert da sonst noch?

Vielleicht etwas überbewertet, wenn ich behaupte, ich hätte gedacht, aber immerhin beschäftigt mich diese Thematik zur Zeit… das Web 2.0! Unglaublich, oder?

Was mich daran wirklich beschäftigt sind nicht einzelnen Angebote, sondern die Strukturen dahinter, welche man als revolutionär bezeichnen kann. Der Begriff Web 2.0 ist eigentlich falsch, wir sprechen hier nicht (nur) von der nächsten Version des Internets… Mich beschäftigt, welche Veränderungen ausgelöst werden können und das nicht nur aus Sicht des Marketings, sondern auch politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich.

Dass ich nicht die einzige bin, tut gut. Allen voran (oder weil das eben auch mein Job ist) diskutiert zur Zeit die Marketing- und Werbebranche heftigst, weil keiner weiß, wie er sein Unternehmen, seine Markenbotschaften usw. im individualisierten Internet darstellen muss, weil jeder was tun möchte, aber keiner weiß wie, weil es riesige Chancen gibt, aber noch mehr Risiken, weil die meisten das Internet mit Abstand betrachten, da der Zugang in die 2.0-Ebene vielen noch fehlt.

Das Schöne dabei ist, dass schließlich alle mitreden können, weil keiner Ahnung hat. Zumindest ein paar trauen sich, über den Tellerand zu schauen, kriegen aber natürlich in Finanzkrisen von niemandem Geld dafür…

Nach dem aufbrausenden “Offenen Brief an die Werbekreativen” letzte Woche auch heute wieder ein netter Artikel “Der BVDW ist aufgewacht. Oder doch nicht?” bei Brainwash, die mir zeigen, dass ich mich nicht als einzige damit beschäftige… Nur ist mir die Marketing, Marken- und Werbesichtweise nicht ganz ausreichend… und für den Rest fehlt die Zeit, deshalb müssen Entscheidungen getroffen werden, persönliche, die mir die Chance bieten, tiefer einzutauchen und eine gewisse Distanz aufzubauen.

Denn wenn man sich in der “Blogger bloggen über’s Bloggen” Welt aufhält, die alle Trends im Web 2.0 und alternativen Marketing Kanälen festhalten, und bei den Machern des Web 2.0, dann bin ich zwar gut informiert, aber eingesperrt… Ich fühle mich eingeschränkt im Denken, weil ich nicht rauskomme.
Das ist vergleichbar mit Photoshop… Wenn ich dieses unglaubliche Programm öffne, kann ich zwar Ebenen kopieren und maskieren, aber ich weiß gleichzeitig, dass noch sooooo viel mehr damit geht. Ich kann’s aber nicht, weiß auch nicht, was genau alles geht und fühle mich eingeschränkt in meiner Kreativität -  ein Stacheldraht auf Stolperhöhe.

Beim Web 2.0 hab ich auch das Gefühl, dass es noch sooooooo viel weitergeht… Um das zu erfahren, brauche ich aber nicht nur Profis mit mehr Erfahrung und mehr Wissen, sondern Menschen, Situationen, Umgebungen, die anders sind… Die mir aufzeigen, wie andere Menschen mit anderen Sitten, anderem Wissenstand und anderen Zugang zur Technologie damit umgehen, was sie brauchen - oder einfach, was sie auch NICHT brauchen.